Stillprobleme – zu viel Milch

Was klingt wie ein Luxusproblem, das kann für eine Mama sehr schmerzhaft und belastend sein. Was häufig unterschätzt wird ist, dass Frauen mit sehr viel Milch das Problem haben, dass die Brüste ständig spannen. Die Frauen haben das Gefühl, dass die Brüste platzen und leiden darunter. Dabei ist die ursprüngliche Körbchengröße nicht ausschlaggebend. Kleine A-Cups können aufgrund der Milchbildung auf C-Cup anwachsen und damit größere Probleme verursachen als reguläre C-Cups, die dann auf D-Cup anwachsen.

April 20, 2023

Verstehen warum die Brust „zu viel Milch“ produziert, hilft damit umzugehen. 

Die Gründe für die hohe Milchbildung sind unterschiedlich. Eine Analyse dieser hilft häufig, um leicht gegensteuern zu können bzw. um den Schmerz besser zu verstehen. Die Babys haben eine maßgebliche Beteiligung an der Milchproduktion. Entweder sie trinken wenig pro Mahlzeit, so dass die Brust nicht entleert wird und das Spannungsgefühl bei der Mutter bestehen bleibt. Oder sie trinken viel und häufig (Clusterfeeding) mit nur kleinen Pausen. In dieser Phase haben die Mamas das Gefühl, das Baby ständig an der Brust zu haben. Durch das häufige Stillen wird die Milchproduktion angeregt und die Menge steigt spürbar an. Häufig folgt diese Phase einer Zeit, in der die Mutter das Gefühl hatte „zu wenig Milch“ zu haben. Damit wird das erste Problem beseitigt. Nach einigen Tagen des Hin und Her stellt sich eine optimale Milchmenge für das Kind ein.

Maßnahmen bei spannenden und vollen Brüsten: 

Bei mir gab es häufiger Phasen, in denen ich entweder zu wenig oder zu viel Milch hatte, das war auch davon unabhängig, wie alt meine Jungs waren. Gegen das massive Spannen hilft kurzfristig, etwas Milch auszustreichen. Diese Methode ist vor allem dann hilfreich, wenn das Baby noch sehr klein ist und durch die harte pralle Brust Schwierigkeiten beim Trinken hat. Durch das Ausstreichen wird die Brust wieder etwas weicher zudem ist die Brustwarze ebenfalls bereit für den Stillvorgang. Ein weiterer Vorteil ist, dass die erste wässrige-zuckerhaltige Milch ausgestrichen wird und das Neugeborene durch die fetthaltige Milch länger satt bleibt (das hat mir zumindest die Stillberatung regelmäßig versichert). Um die Brust auf das Ausstreichen vorzubereiten, solltest du sie zunächst von oben und unten zwischen den beiden Händen sanft massieren und anschließend von rechts und links. Danach kannst du mit Daumen und Zeigefinger entlang der Brust zur Brustwarze streichen und so die Milchdrüsen aktivieren. Eine genaue Beschreibung zum Ausstreichen findest du in Kürze ebenfalls im Blog. Bitte beachte, dass du keine große Menge ausstreichst, da damit künstlich die Milchproduktion anregt und die kurzfristige Erleichterung durch noch mehr Milch abgelöst wird.

Eine weitere Methode Einfluss auf die Milchmenge zu nehmen ist Tee trinken. Salbei- und Pfefferminztee wirken auf die Milchproduktion hemmend. Bei diesen Maßnahmen sollte man sich langsam rantasten und zunächst nur eine kleine Tasse Tee trinken, damit man sich nicht wieder in der Spirale von „zu viel“ und „zu wenig“ Milch bewegt.

Die leichteste Methode die Brust zu entleeren, bleibt das Stillen des Kindes. Selbst wenn das Kind nicht aktiv nach der Milch verlangt, kann man es ihm anbieten, um die Brust zu entleeren. Das Kind nimmt das Angebot häufig dankend an und freut sich über die zusätzliche Zeit mit der Mama.

Das Problem von zu viel Milch bzw. spannende Brüste erwartet euch häufig auch beim Abstillen. Auf diesen Prozess gehe ich in einem weiteren Blogbeitrag näher ein. Es gibt tatsächlich einige Methoden, wie man gut und relativ entspannt abstillen kann, wenn Mutter und Kind dazu bereit sind.

Bei Fragen kann dir eine Hebamme oder eine Stillberatung weiterhelfen.

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Stillsamkeit für stillende Frauen